Am Ostufer der IJzermündung kann sich jeder vom spektakulärsten Naturwiederherstellungsprojekt an unserer Küste überzeugen. Bis zum Jahre 2000 gab es an dieser Stelle noch eine Militärbasis. Das Terrain wurde 1998 von der flämischen Obrigkeit angekauft und im Jahre 1999 wurde es als flämisches Naturschutzgebiet ausgewiesen. Gleichzeitig wurden auch die Pläne zur Wiederherstellung der Natur an dieser einzigartigen Stelle unterzeichnet.
Die erste Phase der Naturwiederherstellung in der IJzermündung wurde im Jahre 2000 abgeschlossen. Während dieser 'trockenen Arbeiten' wurden die Gebäude der verfallenen Marinebasis abgebrochen und alle betonierten Straßen und unterirdischen Leitungen im Gebiet herausgebrochen.
Die zweite Phase umfasste alle 'nassen Arbeiten'. So wurden die acht Docks und die Kais der Marinebasis demontiert und wurde die Oberfläche aus Schlamm, Groden und Düne um ein Vielfaches von dem vergrößert, was zu Beginn der 1990er Jahre noch überblieb. In jedem dieser Küstenmilieus erhielt die Natur ihr eigenes, kapriziöses, natürliches Muster zurück.
Von Januar 2002 bis März 2004 kam es zu einer dritten und vierten Phase, wobei noch einmal 333.000 m³ aufgespülter Baggerschlick abgegraben wurden und wobei das natürliche Relief nachgebildet wurde. Seitdem nimmt die Natur alle ihre Chancen wahr, um die wiederhergestellten Biotope aufs Neue einzunehmen. Schlamm, Groden und Düne wurden mit einer totalen Oberfläche von 50 ha wiederhergestellt.
Der Naturwiederherstellungsplan sah auch die Einrichtung eines Strand-Naturschutzgebietes und die Wiederherstellung des natürlichen Strand-Dünen-Übergangs vor. Besucher sind herzlich willkommen, um diese neue Naturpracht zu genießen. Es gibt nämlich durch das Gebiet hindurch einen Spazier- und Radweg. Informationstafeln verraten alles, was es hier zu sehen gibt.
Das flämische Naturschutzgebiet 'Die IJzermündung' wird von der 'Agentschap voor Natuur en Bos, cel kustzonebeheer' verwaltet.