Dünen sind nicht nur einzigartig, sondern auch sehr empfindliche Stellen. An unserer Küste finden Sie sie in allen Größen und Formen: unbewachsene oder bewachsene, weiße oder graue Dünen, Dünentäler oder Dünenhöhen und noch viel mehr. Keine einzige flämische Landschaft sieht so einfach aus, aber ist gleichzeitig so dynamisch und veränderlich.
Jahrhundertelang wurden die Dünen als Wohnplatz von Fischern und Bauern benutzt. Ab dem 20. Jahrhundert aber knabberte der Tourismus die Dünen wie Sandkuchen auf. Mit dem Dünendekret von 1993 setzte die Obrigkeit ein deutliches Zeichen dafür, dass wir diese kostbaren Biotope beschützen müssen.
Die erste große Aktion, um die Dünen an unserer Küste wiederherzustellen, war der Abbruch des 'Home Georges Theunis' im Jahre 1998. Dieser ehemalige Urlaubsplatz lag mitten in den "Ter Yde"-Dünen in Koksijde und machte Platz für stäubenden Sand.
Zwischen 2002 und 2005 unternahm die heutige 'Agentur für Natur und Wälder' mit dem europäischen 'Life-Naturprojekt' FEYDRA (Fossil Estuary of the Yzer Dunes Restoration Action) eine zweite große Naturwiederherstellungsaktion in den "Ter Yde"-Dünen. In der fossilen Strandfläche, wo nun der 'Hannecartbos' prangt, wurden auf einer Oberfläche von ungefähr 6 ha absterbende Erlen und Pappeln entfernt, um dort den ursprünglichen Zustand von Wiesenheu- und Dünengrasflächen wiederherzustellen. Das Strauchwerk auf den hohen Dünen von 'Ter Yde' wurde entfernt, wodurch die offene Dünenlandschaft und die natürliche Sandverstäubung wieder alle Chancen bekommen. Durch das Ausräumen des Dünenbaches 'Beek-zonder-naam' ('Bach ohne Namen') und das Einrichten von zwei Wehren erhielt der Dünenkomplex "Ter Yde" obendrein auch noch einen natürlicheren Grundwasserhaushalt.
Die verschiedenen Eigentümer des Gebiets – die flämische Obrigkeit, die 'Intercommunale Waterleidingsmaatschappij van Veurne-Ambacht' und die Gemeinde Koksijde – arbeiten an einer gemeinschaftlichen Verwaltung für die "Ter Yde"-Dünen unter Berücksichtigung eines großzügigen Zutritts und einem erkennbaren Empfang. Das Endziel besteht darin, diesen ehemaligen Teil des Mündungsgebietes der IJzer wieder offenzuhalten. Das Einschlagen von Bäumen und Strauchwerk und der Einsatz von grasenden Tieren müssen offene Stellen garantieren.
Am 17. Januar 2006 wurden die flämischen Naturschutzgebiete "Ter Yde" (65 ha) und "Hannecartbos" (32 ha) zu einem einzigen flämischen Naturschutzgebiet "Ter Yde" zusammengefügt. Gleichzeitig wurde auch die 'IWVA'-Domäne (25 ha) in das Naturschutzgebiet aufgenommen, das nun über eine Oberfläche von ungefähr 124 ha verfügt.