Die Dünen spielen eine wichtige Rolle, um das Hinterland gegen Überschwemmung zu beschützen. Um diese Funktion optimal erfüllen zu können, ist es wichtig, dass die natürlichen Dünen erhalten oder wiederhergestellt werden. Hierzu finden wir in Oostende ein deutliches Beispiel. Das Heim 'Fabiola' stammt aus den 1960er Jahren und diente damals als Versorgungszentrum des ehemaligen Militärhospitals. Über eine Wasserrohrleitung wurde Meereswasser in das Zentrum für Wasserkuren gepumpt.
Das Gebäude stand schon sehr lange leer und war mit Stacheldraht umgeben, um Hausbesetzer, Vandalen und – aus Sicherheitsgründen – auch spielende Kinder zurückzuhalten. Weil das Gebäude nicht mehr genutzt wurde, sah die betreffende Behörde eine Chance, um hier das natürliche Ökosystem zu revalorisieren. Im März 2003 begann die 'Afdeling Kust' der flämischen Behörde mit dem Abbruch. Der Sand wurde bis auf einen Meter Tiefe gesiebt, um auch den feineren Schutt zu entfernen. Um den Dünen eine maximale Chance zu geben, wurde Strandhafer angepflanzt und die gesamte natürliche Stätte mit Kastanienumzäunung abgeschlossen.