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Fotos: Marc Leten, ANB

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Agentschap voor Natuur en Bos - Centrale Diensten, afdeling Beheer
Ilse Killemaes
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Tel.: +32(0)2 553 82 80
E : ilse.killemaes@lne.vlaanderen.be

Agentschap voor Natuur en Bos - Provinciale Afdeling West-Vlaanderen, cel Beheer
Beheerregio Kustzone
Zandstraat 255 - 8200 Brugge (Sint-Andries)
Tel.: +32 (0)50 45 42 52

Ankauf wertvoller Küstendünen

Die Dünen für immer geschützt

Die Dünen sind einzigartig. Sie sind unverkennbare Anziehungspunkte für Erholungsuchende, sie beschützen uns vor der Gewalt des Meeres und sie stellen ein auf internationalem Niveau unersetzliches Habitat für typische Pflanzen und Tiere dar. Nahezu das gesamte flämische Küstendünenareal ist ja in "Natura 2000" aufgenommen, ein europäisches Netzwerk von geschützten Gebieten.

Sie sind so einzigartig, dass optimaler Erhalt und Verwaltung von allgemeiner gesellschaftlicher Bedeutung ist. Denn die Dünen müssen auch in Zukunft  für jeden die wichtigen Funktionen weiterhin erfüllen.

Die Oberfläche an intakten Küstendünen, Groden- und Dünen-Polder-Übergängen nahm im Laufe des 20. Jahrhunderts zusehends ab, vor allem durch Bauaktivitäten. Das Dünengesetz bedeutete in 1993 einen Wendepunkt in der flämischen Naturpolitik für die Küste. In 1997 betrug die totale Oberfläche des geschützten offenen Raumes innerhalb der marinen Dünengegend noch 3.800 Hektar, wovon nur 1.022 Hektar Eigentum der flämischen Behörde waren. Bis dahin gab es seitens der Behörde keine zielgerichtete Ankaufpolitik, derweil der Druck des Immobilienmarktes, die Zersplitterung der Eigentume und der Verlust der Naturwerte dauernd zunahm
Hier gab es dann eine Veränderung, als die flämische Regierung in 1998 aus Anlass von ein paar parlamentarischen Initiativen beschloss, ein Beschaffungsinstrument für die Küstendünen und die angrenzenden Gebiete einzurichten. Dieses "Instrument" sieht ein gesondertes Budget für Dünenankäufe vor, und es wurden zwei Mitarbeiter eingestellt, die sich umfassend mit der durch das Dünengesetz auferlegten Entschädigungsregelung und der komplexen Ankaufproblematik an der Küste beschäftigen konnten.

Der Erfolg ist deutlich zu erkennen: zwischen 1998 und 2006 wurden insgesamt 670 Hektar angekauft, im Vergleich zu 176 ha zwischen 1965 und 1997. Der neueste (2006), größte Ankauf ist der von "Het Zwin" in Knokke (180 ha). Auch der Erwerb in 2007 von 15 ha in "de Simliduinen" in Nieuwpoort  ist erwähnenswert.

Der Erwerb der Küstendünen durch die Behörde  bietet Garantien für den definitiven Schutz und für eine gesellschaftlich optimale Verwaltung unter Beachtung von Erholungszwecken und mit Sicht auf die Belastbarkeit des Ökosystems. Für jede der angekauften Domänen wird von der flämischen Behörde ein Zukunftskonzept erstellt und werden Gestaltungsmaßnahmen durchgeführt sobald dies möglich ist.

Warum nachhaltig?

Das Beschaffungsinstrument für die Küstendünen bedeutete einen Durchbruch hinsichtlich des Schutzes der Dünen. Dies war sowohl auf dem Gebiet der Küstenbefestigung als auch auf touristischem, sozialem und kulturellem Gebiet und hinsichtlich der Naturerhaltung ein entscheidender Schritt vorwärts in Richtung einer nachhaltigen Küstenpolitik.

Was kann man dort besuchen?

Die Dünengebiete im Eigentum der flämischen Behörde sind auf Wegen zugänglich. Wo genügend Raum und Belastbarkeit vorhanden ist, gibt es auch abgegrenzte, frei zugängliche Zonen zum Herumstreunen in der Natur und zum Spielen. Bei den meisten Gebieten findet man am Eingang Informationstafeln und Folder. Regelmäßig werden geführte Wanderungen von der 'Agentur für Natur und Wälder' in Zusammenarbeit mit den touristischen Diensten der Gemeinden De Panne, Koksijde und Nieuwpoort oder mit den lokalen Abteilungen der Nichtregierungsorganisation  'Natuurpunt vzw' organisiert.

Folder bezüglich der Naturlandschaften können angefragt werden beim
Vlaams Bezoekers- en Natuureducatiecentrum 'De Nachtegaal',
Olmendreef 2, - 8660 De Panne
Tel: +32 (0)58 42 21 51
Website: www.vbncdenachtegaal.be (das 'Eingangstor zur Natur')