
Fotos: Willy Versluys
Willy Versluys
Rederij Ishtar BVBA
H. Baelskaai 12
8400 Oostende
GSM +32 (0) 475 80 63 03 - E willy@versluys.net
In der belgischen Fischerei wird traditionell von der 'Baumkurre' (Schleppnetz auf einem Metallschlitten über den Meeresboden ziehen) Gebrauch gemacht, um (vor allem) Plattfische zu fangen. Diese Fischereimethode verursacht jedoch einen hohen Treibstoffverbrauch und hat negative Milieueffekte zur Folge, vornehmlich durch das Umwühlen des Meeresbodens.
Der Reeder Willy Versluys ging auf die Suche nach einem neuen Fahrzeug. Die Wahl fiel auf einen Katamaran, der auf verschiedenen Gebieten nachhaltiger als die Baumkurre ist: bezahlbar, sparsamer in der Nutzung, arbeitseffizient und mit weniger negativen Milieueffekten behaftet.
Beim Bau der 'Petrus Pictor' hat man sich resolut dafür entschieden, von der Baumkurrenfischerei wegzukommen. Es wurde eine Vielfalt an Techniken vorgesehen:
Die Milieuauswirkungen werden hinsichtlich der Baumkurrenfischerei u.a. dadurch vermindert, dass man bessere Techniken benutzt, wobei die passive Fischerei und der geringe Tiefgang des Fahrzeugs den Treibstoffverbrauch absenken. Der neue Motor ist auch sparsamer und bietet die Möglichkeit, Biotreibstoff zu gebrauchen.
Für den Fischer wird das Arbeiten durch eine geräumige Arbeitsoberfläche und die große Stabilität des Katamarans angenehmer gemacht.
Die 'Petrus Pictor' will als Prototyp die flämischen Fischer von der Machbarkeit überzeugen, um mit neuen und nachhaltigen Methoden die Fischereiaktivitäten langfristig aufrechtzuerhalten.
In den kommenden Jahren wird die 'Petrus Pictor' vollauf getestet, sodass eine optimalisierte Version in der Zukunft in größerem Umfang ihren Einzug halten kann. Das Motto des Reeders lautet sehr passend "Gutes Beispiel, halbe Predigt" ("Beispiele tun oft mehr als viele Worte und Lehr").
Das Projekt verstärkt das Image des Fischereisektors und richtet die Aufmerksamkeit auf ökonomische, soziale und Milieuaspekte.